Neckarwestheim: Erst abschalten, dann transportieren!

Kinder haften für ihre ElternIm Vorfeld der am Donnerstag, 18. April 2013 stattfindenden Informationskommission Neckarwestheim (www.infokommission-gkn.de), wo das Thema „Obrigheimer Atommüll nach Neckarwestheim“ auf der Tagesordnung steht und angesichts des Bund-Länder-Endlagerkompromisses, der einen eventuellen Atomtransport von La Hague nach Neckarwestheim zur Folge haben könnte, erklärt der Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar e.V. (BBMN):

Solange der Block II in Neckarwestheim noch läuft und dort jedes Jahr circa drei CASTOR-Behälter voll mit hochgefährlichem Atommüll produziert werden, lehnen wir Atomkraftgegner jede Art von Transporten in das unterirdische Zwischenlager in Neckarwestheim ab. Hiermit wird suggeriert, die Atommüllproblematik sei bewältigbar, tatsächlich wird das Problem nur verschoben.

Die Politik handelt mit der Endlagersuche an einem Punkt, wo kein Zeitdruck besteht. Beim Jahrtausendproblem Atommüllentsorgung kommt es auf wenige Jahre nicht an.

Bei der Frage des Weiterbetriebs kommt es aber auf den Faktor Zeit an.
Bei jedem Brennelementwechsel entsteht neuer Atommüll, der aufbewahrt werden muss. Deshalb muss die sofortige Abschaltung absolute Priorität haben. Hier kann noch Atommüll verhindert werden. 10 Jahre Weiterbetrieb von Neckarwestheim II heißt 30 CASTOR-Behälter voll mit strahlendem Abfall. Im Dezember 2006 wurde der erste Behälter ins Zwischenlager Neckarwestheim gebracht. Nun (Stand April 2013) stehen dort schon 41 CASTORen!

Die Verlagerung der abgebrannten Brennelemente von Obrigheim nach Neckarwestheim ermöglicht schneller, dass am Standort Obrigheim wieder von der EnBW die „grüne Wiese“ am ehemaligen Kraftwerksstandort präsentiert werden kann und gezeigt wird: Kernkraftwerke kann man rückstandsfrei abreißen. Diese Verharmlosung der Atomkraft wollen wir nicht zulassen. Schließlich wird der Müll nur verschoben: Ins Zwischenlager Neckarwestheim und der restliche Abfall in den „Schacht Konrad“.

Erst abschalten, dann transportieren!

Der BBMN ist mit zwei Vertretern in der Infokommission vertreten, die dem Informationsaustausch zwischen Betreibern, Aufsichtsbehörde und Vertretern der Region dienen soll. Näheres zur Kommission und die Tagesordnung unter www.infokommission-gkn.de

Quelle: Pressemitteilung des BBMN


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